Der neue BALZ-Ratgeber ist online: "Grundsicherungsgeld in Berlin"
Der neue BALZ - Ratgeber "Grundsicherungsgeld in Berlin" ist online erhältlich. Die neue Reform des Sozialgesetzbuchs II ist ein komplexes Regelwerk. Deshalb ist es wichtig, gut informiert zu sein. Schließlich geht es um ihr Existenzminimum.
Mit diesem Ratgeber wollen wir Sie über Ihre Rechte aufklären und Sie darüber informieren, was Sie beim Umgang mit dem Jobcenter insbesondere in Berlin wissen und beachten sollten.
Wir gehen auf die häufigsten Fragen zum Grundsicherungsgeld und die in Berlin geltenden Vorschriften ein. Der Ratgeber enthält außerdem ausführliche Hinweise zu Beratungs- und Hilfsangeboten in der Stadt und zu Vergünstigungen für Menschen mit wenig Geld.
Berlin ist eine bunte Metropole. In unserer Stadt leben hunderttausende Menschen mit einer anderen als der deutschen Staatsangehörigkeit. Damit wir auch einen Teil dieser Berlinerinnen und Berliner erreichen, bieten wir Ihnen auch eine englische Übersetzung an.
Unser kostenloser Ratgeber (Stand: 1. Juli 2026): Hier geht es zur Ansicht und zum Download (PDF, 2,8MB)
Grundsicherungsgeld löst zum 1. Juli das Bürgergeld ab
Mit Inkrafttreten des 13. SGB II-Änderungsgesetz zum 1. Juli 2026 hat die Bundesregierung den ersten Schritt zur „Reform“ der Grundsicherung für Arbeitsuchende umgesetzt. Es handelt sich dabei nicht weniger als um einen Systemwechsel.

Das BALZ ruft auf zum Tag der Arbeit am 1. Mai!
Hierzu veröffentlichen wir die Pressemitteilung der
Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz:
Niemanden zurücklassen
Soziale Spaltung in Berlin und Brandenburg wächst:
Diakonie sieht Handlungsbedarf für armutsfeste Absicherung und stärkere soziale Infrastruktur
Anlässlich des Tags der Arbeit richtet die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz den Blick auf die Situation von Menschen ohne Erwerbsarbeit und prekär Beschäftigten. Vor dem Hintergrund steigender Armut, geplanter Einschnitte in der sozialen Infrastruktur und der Reform der Grundsicherung plädiert der Verband für eine konsequente Stärkung sozialer Dienste, verlässliche Absicherungssysteme und eine differenziertere Wahrnehmung von Armut und sozialer Benachteiligung.
„Der Tag der Arbeit ist ein Tag der Solidarität auch mit denjenigen in der Hauptstadtregion, die nicht erwerbstätig sind“, sagt Diakonie-Direktorin Dr. Ursula Schoen. In Berlin gilt rund jede fünfte Person als armutsgefährdet; Kinder- und Altersarmut liegen weiterhin über dem Bundesdurchschnitt. Viele alleinerziehende Familien und Eltern mit Migrationsgeschichte sind arm trotz Arbeit, weil das Einkommen nicht zum Leben reicht. Steigende Wohn- und Lebenshaltungskosten verschärfen die Situation vieler Haushalte zusätzlich. In Brandenburg zeigen sich strukturelle Defizite etwa bei der Beratung und Versorgung wohnungsloser Menschen oder bei sozialen Beratungsangeboten. „Hier spielt die soziale Infrastruktur eine zentrale Rolle. Beratungsstellen und niedrigschwellige Unterstützungsangebote ermöglichen maßgeblich soziale Teilhabe sowie Prävention von Armut, Überschuldung und Wohnungslosigkeit, und stabilisieren früh individuelle Notlagen. Eine verlässliche Refinanzierung der bestehenden Angebote sowie die Schaffung von Angeboten in unterversorgten Regionen können ihre Wirksamkeit sichern und verstärken.“

Zahlen aus 2025
Das BALZ lindert die Armut in Berlin mit professioneller Beratung
Das BALZ-Team hat 9037 Beratungen im letzten Jahr durchgeführt. Hiervon waren 5349 weiblich, 3503 männlich, 24 divers und 161 Personen machten keine Geschlechtsangabe. 1164 Personen wurden über das Beratungsportal der Diakonie online beraten. Von den Ratsuchenden waren 2190 erwerbstätig und mussten ihr geringes Gehalt mit Bürgergeld aufstocken.
Im Rahmen des von SENASGIVA geförderten Projektes "Unabhängige Erwerbslosenberatung" wurden 6988 Beratungen durchgeführt. 2049 Beratungen fanden in den Selbsthilfegruppen des „Treffpunktprojektes“ statt.

Januar 2026
Save the date:
Online-Veranstaltung
„Jobcenter.digital – vertane Chance oder Zukunft der digitalen Sozialleistungen?“
am 10. Februar 2026, 15:00 bis 17:00 Uhr
Die Zugänge zu Sozialleistungen werden immer digitaler. Auch die Jobcenter sind dabei ihren Online-Service Jobcenter.digital auszubauen. In der Online-Veranstaltung schauen wir auf Chancen sowie Herausforderungen von Jobcenter.digital.

Das Berliner Arbeitslosenzentrum (BALZ) kooperiert seit 1. September 2025 mit dem Berliner Beratungszentrum für Migration und Gute Arbeit (BEMA)
Die Beratungsteams vom BALZ und BEMA kennen sich seit Jahren, verweisen Fälle zueinander und treffen sich beim BALZ im Arbeitskreis Arbeitslosenberatung. Nun wurden die Aufgaben beider Beratungsstellen geschärft, Kompetenzen gebündelt und die enge Kooperation intensiviert. Henning Kruse (Geschäftsführer Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg - auf dem Bild ganz links) und Dr. Kai Lindemann (BALZ Geschäftsführer und Projektleiter - zweiter von links) haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Außerdem hat das BALZ am Standort der BEMA einen Beratungsraum angemietet und kann somit nun auch Präsenzberatungen im Süden der Stadt anbieten. Sven Meyer (arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD im Abgeordnetenhaus - dritter von links) hat die Kooperation zum Anlass genommen mit beiden Trägern ins Gespräch zu kommen. Dabei war auch die BEMA-Projektleiterin Svenja Ketelsen - vierte von links).

Der Lügenauftakt der Sozialstaatsreform
Ein paar Tipps vom BALZ
Die Kampagne gegen das Bürgergeld ist absurd. Zahlen werden gefälscht, verdreht und in unrealistische Kontexte gestellt.
Wir empfehlen die neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die belegt das Bürgergeld immer niedriger ist als der Mindestlohn.
Wir empfehlen die neue Studie der EFAS, die belegt was wirklich Langzeitarbeitslose bei der Arbeitsmarktintegration behindert und was ihnen helfen würde.
Wir empfehlen den aktuellen Beitrag des ZDF, der belegt das der Sozialstaat NICHT teurer wird.
Und zu guter letzt empfehlen wir einen Beitrag mit unserem Vorstandsmitglied Thomas De Vrachoi auf Deutschlandfunk, dem viele Erfahrungen und Informationen über Armut in Deutschland entnommen werden kann.
Es bestehen genügend Ressentiments und falsche Annahmen über Armut in unserer Gesellschaft. Wir hoffen, dass es in den nächsten Monaten wieder um die Sache geht, denn nur konstruktive Debatten helfen auch den Hilfsbedürftigen.

Benefizkonzert der Otto-Sinfoniker für das Berliner Arbeitslosenzentrum
Am Sonntag, den 6. April 2025 laden wir Sie herzlich um 18:00 Uhr in die Pauluskirche, Kirchstraße 6 in Berlin-Zehlendorf zu einem wunderschönen Konzertabend ein.
Unter der Leitung von Nóra Fuezi spielt das stadtbekannte Orchester Werke von Antonin Dvorák, Cécile Chaminade und Joseph Suk.
Der Eintritt ist frei. Spenden für die Arbeit des Berliner Arbeitslosenzentrums sind erbeten.
Fotos des Konzerts finden Sie auf der Seitet des BALZ-Taxisoziallotsen.
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